Sonntag, 12. Dezember 2010

Tellermützen

Mit Esstellern, Zirkel und Lineal bin ich gestern meinem Stoffresteberg auf die Pelle gerückt.
Entstanden sind Mützen für Fräulein Kichererbse und mich.




An ein paar stellen werde ich den Schnitt noch nacharbeiten.  Ein Eßteller hatte genau das Maß für die Mamamütze, der Kuchenteller für die Fräuleingröße.





Die Stickmaschine hat nebenbei einige Pimpicuffs produziert. Diese kleinen Dinger machen wirklich viel Freude beim Nähen und Tragen.





Freitag, 10. Dezember 2010

Arbeitsanleitung Fensterbilder

Wie gestern angekündigt hier die Nähanleitung für den Sternenhimmel und den Einzelstern. Den gestern gezeigten Engel haben wir genauso gearbeitet.
Materialien:
Stoffreste, Faden und Wollreste aller Art
Soluvlies (kaltwasserlösliches Stickvlies)
Nähseide
textil Sprühkleber

Arbeitsschritte für einen Einzelnen Stern :
  • 1-Muster auf Soluvlies vorzeichnen und mit Fäden und Stoffresten auslegen.

  •  2-Mit Sprühkleber fixieren und ein zweites Vlies auflegen.  Gut festdrücken, damit die Schnipsel nicht verrutschen


 

  •  3-Nach kurzer Trockenzeit (je nach Kleber) wird mit der Maschine innerhalb des Musters kreuz und quer mit Geradestich genäht. Je weniger Stoffteile Ihr nutzt desto dichter sollten die Nähte beieinander sein.


  •  4-Ab in´s Becken mit kalten Wasser. Das Vlies löst sich relativ schnell auf.
 














  • 5-Nachspülen und flach ausbreiten zum Trocknen. Hier kann nochmal ein bisschen  die Form korrigiert werden.
  
  •  6-Nach dem Trocknen Tuch auflegen und Bügeln -  Fertig.

Wer eine Stickmaschine hat kann die Sternenform von Smilla wählen (einfach Schritt eins auf Solu sticken, Rahmenposition auf Vlies markieren) und dann Schritt 1 bis 3 wie Oben arbeiten. 


Das Vlies wieder einspannen, den Stern aufsticken ... 
 ...und wässern. 


Den Sternenhimmel habe ich aus lauter kleinen ausgeschnittenen Sternen gearbeitet.

I. Sterne ausschneiden und auf einer Lage Soluvlies in der Zielgröße des gewünschten Fensterbildes auslegen.


II. Sprühkleber und zweite Lage Vlies aufbringen. Tocknen lassen und dann mit etwas Ausdauer kreuz und quer nähen. wässern, trocknen.


Diese Art der Verarbeitung ist eine Lieblingsbeschäftigung meiner Kinder. Fräulein Kichererbse hat dabei den Umgang mit der Maschine wunderbar gelernt.



Hoffentlich habt Ihr Lust bekommen, diese Technik auch einmal auszuprobieren. Sie ist enorm vielseitig und wie gesagt  absolut kindertauglich.

Da dies die erste Arbeitsanleitung ist, die ich für eine Näharbeit schreibe würde ich mich über eure kritische Meinung und eventuell Erfahrungen freuen.

Marion

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Kalendertürchen Nummer neun

Ich freue mich, heute das Kalendertürchen zu  Ellens Kreativ Adventskalender (seelenruhig.eu)  zu öffnen.

Stellt Euch vor, Ihr erhaltet 50 Euro bar auf die Hand und den Auftrag, das Geld für Euch´bis zum Abend auszugeben.
Euere Nachbarin erhält ebenfalls 50 Euro, mit der Bitte, das Geld bis zum Abend  für Andere auszugeben (spenden, Geschenke kaufen,etc.).

Wer ist am Abend glücklicher?
Die Einschätzung liegt nahe, die Menschen für glücklicher zu halten, die sich selbst einen Wunsch erfüllt haben.
Eine repräsentative Studie von Frau Dunn, einer Psychologin aus Kanada, aber belegt: Es sind diejenigen die Glücklicheren, die mit dem Geld Andere beschenkt haben.

Frau Dunn stellt fest, daß die Freude, die wir uns selbst mit einer Anschaffung machen, nicht einmal einen Tag lang anhält, während das Tun für andere dauerhaft gute Gefühle verursacht.

 (gelesen in einer Buchbesprechung zu "Sinn des Gebens"/Stefan Klein im Dossier der Brigitte)

Die zunächst oberflächliche Lektüre dieser Untersuchung hat mich sofort und bis jetzt beschäftigt. Worauf hatte ich hier, ohne darum gebeten zu haben, die Antwort erhalten?

Ich glaube, es ist die Antwort auf die Frage nach dem Zauber der Adventszeit.
Das Verpacken, das Verschenken, das Teilen sind Thema in dieser Zeit.
Die Frage danach, was der andere braucht, wie ich ihm die Zeit zuckerfrei versüßen könnte.

Bringt all das den Frieden und die Zufriedenheit, das Glück dieser Wochen mit sich, fernab vom Anhäufen von Schätzen, vom Anschaffen von Statussymbolen und vom Festhalten am eigenen ideellen und materiellen Besitz?

stickdatei wonderstars von smilla

Ich glaube ja.
.
 









Ich wünsche Euch, daß Ihr spürt, wie alle Freude, die Ihr in dieser Adventszeit verschenkt, vielfach zu Euch zurückkommt.

Marion

p.s.:
für die Fensterbilder werde ich am Wochenende eine kleine Anleitung im Blog veröffentlichen. Bilder habe ich heute Mittag beim Nähen genügend gemacht. (leider Wetterbedingt sehr sehr dunkel)
Edit: Arbeitsanleitung steht im Post vom 10.12.2010

Dienstag, 7. Dezember 2010

Ein Halswärmer aus dem Roll- vom -kragenpulli

Neulich traf ich Jenny (http://lottavanstoff.de/) auf der Suche nach grauem Zottelpelz. Vor ungefähr fünfzehn Jahren habe ich mal einen Pulli aus dem Höllenzeug genäht und stolz getragen, obwohl mich ein Prof an der Uni regelmäßig als Flokati bezeichnet hat.

Drei Umzüge später besitze ich ihn immer noch. In der Zwischenzeit habe ich den Rollkragen abgeschnitten und als Loop getragen (der hat mir auch nach der dritten Schwangerschaft noch gepasst).

Der Pulli ist jetzt bei Jenny und der Roll- vom Kragen ist für mich ein altersgerechtes Halswärmerle geworden.


Auf der Brosche hat endlich die wunderschöne Holzperle Platz gefunden.

Montag, 6. Dezember 2010

Taschendeckel und Linealhüllen zur Auslieferung fertig

Jede Tasche hat nun die gewünschte Klappe erhalten und könnte heute Abend schon als Geschenk im Nikolaussack landen. Ich freue mich schon auf das Ausliefern im Tiiiiiiiiefschnee mit dem Schlitten.

oben Kindergartentasche aus LKW_Plane

Ich freue mich, daß die Idee mit den absnapbaren Klappen so gut ankommt und ich nun schon für einige Kunden die zweite Klappe nähen darf.


Für den Adventskalender meiner Nachbarin sind auf Wunsch diese zwei Linealhüllen entstanden. Mit den Evergreens von Pimpi.



Einen vollen NIkolaussack und strahlende (Kinder-) Augen
wünscht Euch
Marion

Sonntag, 5. Dezember 2010

Winterkinder

 
Der Blick aus dem Fenster hat heute morgen einen Aktivitätsschub ausgelöst. Schlitten raus, Vokabelhefte in die Ecke, Nähmaschine  ausschalten und raus. Rodeln, Weihnachtsmarkt, Freunde treffen.



Es ist nicht klar, ob die Kinder oder wir großen mehr aus dem Häuschen sind vor lauter Winterfreuden.


Gestern sind noch ein paar Taschenkörper entstanden.  Ich arbeite sie ohne Deckel mit Snaps, damit verschiedene Klappen angebracht werden können.


Apfeltasche


Einen schönen Wintertag Euch allen

Marion 


  


Donnerstag, 2. Dezember 2010

Offene Werkstatttür

Pünktlich  erblüht
            "Werkstatttür", diese Wort hat mir schon lange gefallen (wegen der drei ttt) und schon lange gab es auch die Idee, diese einmal zu öffnen und Freunde und Bekannte einzuladen. Mit dem liebevollen Nachdruck meiner Freundin Bella hat es dann auch geklappt und wir haben gestern unser erste private Ausstellung gemacht.  
Mit vierzig geladenen Gästen, ungehemmtem Rede und Kaffeefluss gab es eine Menge Spaß und viele interessante Begegnungen.
Auch zwei Bloggerinnen waren da. Herzlichen Dank für die fröhliche Unterstützung an Mimi herzallerliebstes.blogspot.com und Jenny von Lotta van Stoff.

  
Tagelang überlegt und beraten wurde dann vorgestern gerückt, geschoben und Platz geschaffen in unserer alten "Burg" für die Gäste und die Schätzchen. 

ein paar LIEBLINGSSTÜCKE

Ich bin noch ganz überwältigt und könnte alle meine Gäste nochmal umarmen, die mit Begeisterung geschaut, geplauscht und gekauft haben.

Herzlichen Dank an alle, die geholfen haben, Tische zu rücken, Plätzchen zu backen, Kaffee zu kochen, besonders an die Ästhetikbeauftragte der Familie, meine Mutter.

Glücklich über so viel Zuspruch grüßt Euch
Marion